Ein neuer Sensor - Davis AirLink Luftqualitätssensor / Feinstaubsensor

Seit dem 25. Dezember 2020 verfügt meine Wetterstation über einen weiteren Sensor - dem neu entwickelten AirLink Luftqualitätssensor / Feinstaubsensor des Herstellers Davis Instruments - und somit des gleichen Herstellers wie auch die anderen Komponenten und Sensoren der Wetterstation.

Der Feinstaubsensor kann zur Überwachung der Feinstaubbelastung in Innenräumen und - mit montierter Schutzhaube - auch im Freien eingesetzt werden und sendet die Messwerte alle 60 s über eine vorhandene W-LAN verbindung direkt in das Davis Weather Link Network, Die Feinstaub-Messwerte können dann über die Weather-Link Webseite, über eine PC-Software oder auch eine Smartphone-App zusammen mit den Messwerten der anderen Sensoren der Wetterstation visualisiert und mit der PC-Software auch weiterverarbeitet und exportiert werden.

Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Sensor gemäß Handbuch im Freien nur an einem geschützten Ort, z.B. unter einer Überdachung, montiert werden darf, da das Gehäuse bis auf ein optionales Fliegengitter vor dem Lufteinlass nicht gegen das Eindringen von Wasser, z.B. bei starkem Regen in Kombination mit Sturm geschützt ist. Da wir keinen Carport haben und der Sensor über ein USB-Netzteil mit elektrischer Energie versorgt werden muss, habe ich mich entschlossen, den Sensor im nicht isolierten und recht gut durchlüfteten Dachboden über der Garage zu montieren und dort an einen Balken zu schrauben:

 Luftqualitäts / Feinstaubsensor

Montierter Feinstaubsensor

Das Messprinzip ist dabei dem Funktionsprinzip der heute üblicherweise verwendeten Rauchmeldern nach dem Streulicht-Prinzip sehr ähnlich, nur deutlich empfindlicher und einem kontinuierlichen Messwert ausgebend. Gemäß der Beschreibung des Feinstaubsensors wird in einer Messkammer die durchgeleitete Luft mit einem Laser bestrahlt und die Reflexionen an den Staubteilchen dann bezüglich Partikelgröße und -Menge ausgewertet. Als Messwerte werden dann die Staubkonzentrationen in den Größenbereichen 1 µm, 2,5 µm und 10 µm in µg / m³ Luft ausgegeben. Zusätzlich misst das Gerät auch die aktuelle Lufttemperatur und die Luftfeuchte. Da die Wetterstation bereits über entsprechende Sensoren im Freien in 2 m Höhe verfügt, werden die Temperatur- und Feuchtemesswerte des Luftqualitätssensors nicht weiter verarbeitet und ausgewertet.

Neben dem Feinstaubgehalt der Luft als Messwert wird zusätzlich noch zur besseren Einschätzung ein Luftqualitäts-Index (Air quality index, AQI) berechnet, jedoch nur auf Basis des 2,5 µm - Staubanteiles. Da der Luftqualitäts-Index nicht weltweit einheitlich definiert ist, ist zur Einordnung der Werte noch die Angabe des Standards erforderlich, z.B. "United States EPA". Hierbei wird die Luftqualität bis zu einem AQI-Wert von 50 als gut bezeichnet. Über diesen Link ist die komplette Tabelle auf der Website Airnow.gov verfügbar. 

Messwertübersicht einschließlich der aktuellen Feinstaub-Messwerte.

Der in der Detailübersicht etwas skurril anmutende Begriff "Nasse Glühbirne" ist eine äußerst unpassende Übersetzung des englischen Begriffes "Wet Bulb Temperature" in der Software, der korrekte deutsche Begriff dafür ist "Feuchtkugeltemperatur".